Via Sancti Martini - Grenzüberschreitender Martinus-Rundweg
Der grenzüberschreitende Martinus-Rundweg ist ein 240 km langer Rundwanderweg mit Start- und Endpunkt in Hrušica. Der Rundweg ist Teil des offiziellen Großen Europäischen Kulturwegs des heiligen Martin von Tours, einer der europäischen Kulturstraßen des Europarates, die Ungarn, Slowenien, Italien und Frankreich auf einer Gesamtlänge von rund 2500 Kilometern verbindet.
Der grenzüberschreitende Martinus-Rundweg bietet Kontakt mit einem reichen Natur- und Kulturerbe sowie einer abwechslungsreichen Landschaft. Er verläuft über die südlichen Ausläufer des Trnovski gozd, die schöne Ausblicke auf das Vipava-Tal und den Karst bieten, weiter über das Weinbaugebiet Goriška Brda mit dem malerischen Ort Medana. Von dort führt er hinab in das kulturell äußerst reiche Friaul und Venetien bis nach Aquileia, einem berühmten und historisch außerordentlich bedeutenden Ort. Von dort erreicht er San Martino del Carso/Martinščina und schließt sich in Aquileia an den offiziellen Weg des heiligen Martin von Tours an.
Entlang des Rundweges befinden sich neun dem heiligen Martin geweihte Kirchen (Grgar, Šmartno, Terzo d’Aquileia, San Martino del Carso/Martinščina, Doberdo del Lago/Doberdob, Kostanjevica na Krasu, Žapuže, Brje, Gaberje). Von Hrušica steigt der Weg zunächst auf die südlichen Ausläufer des Trnovski gozd an. Über Grgar führt er über Sveta Gora hinunter nach Solkan und von dort nach Šmartno in Brda. Anschließend verläuft er weiter bis nach Aquileia und kehrt über Martinščina/San Martino del Carso wieder nach Slowenien zurück.
Teile der Strecke können auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.
Der Rundweg ist in 14 Etappen unterteilt und landschaftlich sehr abwechslungsreich.
Etappe durch die Gemeinde Brda
5. Etappe: SOLKAN – SABOTIN – KOJSKO – ŠMARTNO (12 km, 5 Stunden Gehzeit)
Ausgehend vom Platz vor der Kirche in Solkan führt die Route weiter in Richtung der Brücke über den Fluss Soča/Isonzo, die einen herrlichen Blick auf die historische Steinbahnbrücke bietet – berühmt für ihren größten gemauerten Steinbogen der Welt. Nach dem Überqueren der Brücke führt ein Abstieg nach links zu einem Radweg. Diese landschaftlich reizvolle Strecke folgt dem Fluss flussaufwärts in Richtung Plave und passiert dabei die alte Steinbrücke sowie das Wasserkraftwerk Solkan. Kurz hinter der ehemaligen Haltestelle Šmaver weist ein Wegweiser auf einen alten militärischen Saumpfad hin. Dieser historische Weg schlängelt sich durch bewaldetes Gelände und führt zu einem malerischen Aussichtspunkt mit einer Bank. Unterwegs trifft man auf Überreste militärischer Stollen aus dem Ersten Weltkrieg, bevor man den Gipfel erreicht und zur Berghütte auf dem Sabotin gelangt, von wo sich ein spektakulärer Blick nach Westen öffnet.
Von der Berghütte folgt der Weg dem Kamm oberhalb des Flusses Soča und bietet atemberaubende Ausblicke auf Sveta Gora. Der Weg verläuft weiter entlang einer Forststraße und geht später in Asphalt über, der zum Denkmal der unabhängigen Republik Slowenien führt. Kurz danach biegt die Route links auf einen absteigenden Schotterweg ab, der schließlich nach Kojsko führt. Unterhalb von Gonjače schlängelt sich der Weg durch Weinberge und Obstgärten und erreicht schließlich das Dorf Šmartno, in dem sich die eindrucksvolle Kirche des heiligen Martin befindet.
6. Etappe – ŠMARTNO V BRDIH – KRMIN/CORMONS (13,8 km, 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit)
In Šmartno, einem der schönsten Dörfer in Brda, überqueren wir bei der Buswendeschleife die Hauptstraße und begeben uns bergab in Richtung Kozana. Bald weist uns ein Wegweiser nach rechts in Richtung des Weilers Mrtnjak, von wo aus wir uns zunächst zwischen malerischen Weinbergen und später durch den Wald in das Tal des Baches Oblenč hinabbewegen.
Auf einem Karrenweg, der sich entlang des Baches zwischen Weinbergen schlängelt, erreichen wir eine asphaltierte Straße. Auf dieser gehen wir nach rechts und verlassen sie nach kurzer Zeit wieder. Wir biegen links ab und steigen auf einem Karrenweg zur malerischen Brda-Ortschaft Medana auf, die für ihre Spitzenweine, ihre Kulinarik und ihr ausgeprägtes kulturelles Leben bekannt ist. Im Zentrum von Medana gehen wir links die Asphaltstraße entlang in Richtung des Dorfes Ceglo. An einer Kreuzung weist uns ein Wegweiser nach rechts zum Ort Plešivo/Plessiva, wo wir die Staatsgrenze zu Italien überqueren.
Wir folgen der Straße weiter bis zur Abzweigung nach rechts in Richtung Bosco Plessiva. Durch den Wald von Plešiva steigen wir auf den Monte Quarin, von dem wir anschließend ins Zentrum von Cormons hinabsteigen.
Link zur OUTDOORACTIVE - APP, in der Informationen zu den einzelnen Etappen sowie GPS-Tracks verfügbar sind, die Wanderer auf ihre Mobiltelefone herunterladen können:
Grenzüberschreitender Martinus Rundweg